Da es bei der Stromversorgung der Minicomputer immer wieder zu Problemen kam, wurde beschlossen, alles zu Digitalisieren. Natürlich ist das eine gewaltige Investition. Zu einen benötigt man Zentralkomponenten, die man natürlich auch mobil bedienen möchte.
- Märklin CS3 Digitalzentrale
- Stromversorgung für Zentrale
- Handsteuergerät
- Fritz-Repeater zur Einbindung der Zentrale ins WLAN
- Ein Massoth-Programmiermodul
Dann müssen die Loks umgerüstet werden. Die alten Playmobilloks lassen sich relativ einfach umlöten. Die große Nicki&Frank S besaß schon einen Dekoder. Die Bachmann Davenport hat einen Dekoderstecker. Die älteste Lok, eine Chloe, verfügt über entsprechende Stecker.
- Massoth Dekoder M bzw. S für die Playmobil Loks und Eigenbau-Triebwagen
- Massoth Pufferbausteine für die zweiachsigen Modelle
- Ein Hornsby-Dekoder für die Bachmann Davenport
- Ein Appel-Dekoder für die Chloe
- Massoth EVO-S Weichenantriebe
- Massoth 4-fach Schaltdekoder für die LGB-Antriebe
- Ein Massoth Einzeldekoder für ein Entkupplungsgleis
- zwei Massoth Wendeschleifenmodule
Der amerikanische Hornsby-Dekoder funktioniert zwar auf Anhieb, ist aber sehr störanfällig (ruckeln, keine feinfühlige Regelung). Ich werde ihn durch Appel ersetzen.
Die Appel-Dekoder sind klein aber sehr zuverlässig. Sie passen auch problemlos in eine Chloe (und sollten damit auch in LGBchen passen). Bei Bedarf kann man sie sogar mit einen Pufferspeicher erweitern.
Die Massoth-Dekoder funktionieren sehr gut und sind auch gut programmierbar. Zusammen mit dem Pufferspeichern kommen kleine Loks auch gut über stromlose Stellen. Witzigerweise wirkt der Pufferspeicher nicht, wenn man die Beleuchtung mit der Beleuchtungstaste steuert (dannflackert das Licht). Programmiert man das Schalten auf eine Funktionstaste, hat man konstante Beleuchtung. Warum? Keine Ahnung.
Bei den Wendeschleifen empfiehlt es sich, die Einfahrweichen mit den Massoth-Antrieben auszurüsten. Die entkuppeln in der Endstellung und lassen sich leichter auffahren. Den man ist nicht immer vor Ort und denkt daran, die Einfahrweiche umzustellen, wenn ein Zug durch die Wendeschleife fährt.
Vorteil der Digitalisierung
Man kann mehrere Züge auf der Strecke haben. Auch wenn trotzdem meist nur einer fährt, kann man schneller wechseln. Abstellgleise sind einfacher nutzbar, man kann jede Weiche ansteuern. Die Anlage ist einfacher zu erweitern. So soll die Teststrecke mit der Hauptstrecke verbunden werden. Das ist einfach möglich, ohne sich Gedanken über die Steuerung machen zu müssen.
Nachteil der Digitalisierung
Man bekommt keine Rückmeldung, wie die Weichen gerade stehen. Auch Automatiken sind nicht einfach möglich. Ja, es gibt Gleisbesetztmelder und den S88-Bus. Aber, für den S88 müssten neue Steuerleitungen verlegt werden. Und die Gleisbesetztmelder reagieren auf den Stromfluss. Bei Gleisen direkt auf dem Boden ist das ziemlich unzuverlässig. Schon bei der Anlaogbahn konnte es zu Kurzschlussabschaltungen durch Kriechströme kommen. Auch die Digitalzentrale hat sich eines Tages urplötzlich abgeschaltet. Nach dem ihen der Stromversorgung lief sie wieder hoch, nur um nach 5 Minuten sich wieder abzuschalten. Aufgrund der Erlebnisse mit der Analogbahn, vermutete ich eine Überlastung. Tatsächlich flossen mit nur einer Lok auf den Gleisen mehrere Ampere (im Bereich der Maximallast der Zentrale aber unterhalb der Kurzschlussauslösung). Ursache war etwas Moos, das vom Regen noch feucht war und zwischen den Gleisen wuchs (auf knapp 50cm Länge an einer schlecht einsehbaren Stelle). Die Lok hatte beim Durchfahren das Moos schön an die Schienen gedrückt, das war für die Zentrale zuviel.
Also sind die Gleise regelmäßig auf Bewuchs zu kontrollieren. Im trockenen Zustand komme ich regelmäßig auf Kriechströme von bis zu 0,5 Ampere. Da brauche ich nicht über Gleisbesetztmelder nachzudenken.
